Das    touristische    Zentrum    an    der    Playa    Grande    heißt PUERTO   DEL   CARMEN.   Aus   der   einst   wenig   Einwohner zählenden   Hafenstadt   ist   ein   richtiges   Ferienzentrum   mit Hotelanlagen,   Restaurants   und   Diskotheken   entstanden. Die    Faszination    der    Vulkanwelt:    Nirgend    sonst    auf    den Kanaren lässt sie sich so erleben wie auf Lanzarote. Hunderte    von    Kratergipfeln    überziehen    die    ca.    60    km lange und ca. 20 km breite Insel.
Sie   geben   ihr   ein   Gepräge,   das   nicht   von   dieser   Welt   zu   sein   scheint.   Riesige Geröllwüsten,    die    in    unterschiedlichen    Farben    von    tiefem    Schwarz    bis samtenem Rosa schillern, wecken Assoziationen zu fremden Planeten.
Dieses   Eiland,   geboren   aus   heißer   Lava,   zu   kaltem   Stein   erstarrt,   und   umspült   von   Wind und    Wellen,    lässt    sich    wunderbar    anschauen.    Die    Faszination    der    Natur    fordert    die Besucher   heraus   und   konfrontiert   sie   mit   Bildern,   die   man   nicht   für   möglich   halten würde. Und dieses Erlebnis haben wir im Frühjahr 2000 erleben dürfen. Puerto    del    Carmen    war    der    Ausgangspunkt    für    eine    interessante    und    einmalige Inselrundfahrt,   die   vom   Hotel   aus   mit   dem   Bus   startete.   Sie   führte   uns   zuerst   durch   den Timanfaya   Nationalpark.   Am   Kegel   des   Islote   de   Hilario   dampft   die   Erde.      In   1   m   Tiefe herrschen noch weit über 400° C. Danach fuhren wir zu den Weintrichtern La Geria. Sie sind weit über die Grenzen der Kanarischen Inseln hinaus bekannt. Eine Attraktion dieser Rundreise ist das Höhlensystem Jameos del Aqua, eine von César Manrique gestaltete 225 Meter lange Grotte.
Am   Mirador   del   Rio   hatten   wir      einen wunderbaren   Blick   auf   die   vorgelagerte Insel La Graciosa.
Die    Kargheit    der    Landschaft,    ihr    Formenreichtum    und    ihre Schönheit    hat    der    berühmte    Architekt    und    Künstler    César Manrique   in   einmalige   Bauten   übertragen.   Sein   letztes   größeres Projekt   war   der   Kaktusgarten   Jardin   de   Cactus.   In   der   dem   Stil japanischer   Gärten   nachempfundenen Anlage   sind   Pflanzen   aus aller   Welt   in   Lavagranulat   gepflanzt.   1.500   Arten   und   die   mehr als   10.000   grünen   Pflanzen   heben   sich   durch   eine   großzügige Verteilung dekorativ vom schwarzen Untergrund ab.
Lanzarote 2000
14. - 27. Juni 2000 - 1-2-FLY