Greetsiel
Die   Greetsieler   Zwillingsmühlen   sind   das   Wahrzeichen   von   Greetsiel,   einem   Ortsteil   von   Krummhörn   in Ostfriesland. Es    handelt    sich    um    zwei    Holländerwindmühlen.    Sie    stehen    im   Abstand    von    etwa    130    Metern    am Ortseingang   östlich   vom   alten   Greetsieler   Sieltief.   Die   grüne,   westliche   Mühle   stammt   aus   dem   Jahr 1856,   die   rote,   östliche   Mühle   (Schoof’s   Mühle)   wurde   1706   gebaut   und   kann   besichtigt   werden.   Sie wurde   1921   mit   Achtkant-Teilen   und   der   Kappe   von   der   im   Jahr   1750   erbauten   Auricher   Wallmühle restauriert.
Bevor wir nach Greetsiel fuhren, mussten wir uns unbedingt den „Kult-Leuchtturm“  von Pilsum ansehen! Der   Leuchtturm   wurde   1883   im   Rahmen   des   deutsch-niederländischen   Projektes   Beleuchtung   der   Unter-Ems als   eines   von   fünf   Leitfeuern   geplant   und   1890   fertiggestellt. Am   1.Oktober   1891   konnten   alle   fünf   Leuchttürme gemeinsam   in   Dienst   gestellt   werden.   Jedes   der   fünf   Leitfeuer   war   für   einen   festgelegten   Abschnitt   auf   dem Schiffsfahrweg   zwischen   der   Nordsee   und   Emden   zuständig.   Der   Pilsumer   Leuchtturm   war   für   einen   etwa   fünf Kilometer    langen    und    etwa    600    Meter    breiten    Abschnitt    der    Fahrroute    zwischen    Borkum    und    Emden zuständig. Die   Bauwerkshöhe   beträgt   rund   zwölf   Meter   bei   einem   Außendurchmesser   von   4,4   Meter.   Die   Hülle   aus Schmiedeblechteilen    wurde    auf    einer    Stahlkonstruktion    aufgenietet.    Den    oberen    Abschluss    bildete    ein Kupferdach   über   dem   Lampenraum,   das   mit   mehreren   Lüftungsstutzen   ausgerüstet   war,   da   die   Befeuerung noch durch eine Petroleumdochtlampe erfolgte.
Im   Hafen   von   Greetsiel   ist   die   größte   Kutterflotte   Ostfrieslands   beheimatet.   An   die   30   Kutter   haben   hier bisweilen   festgemacht.   Muschelfänger,   Ausflugsdampfer,   holländische   Tjalken   und   ein   Segelboothafen runden   das   Bild   ab.   Der   Hafen   selber   ist   gezeitenunabhängig.   Durch   eine   Schleuse   an   der   Leyhörn,   die Anfang der 90-ziger Jahre fertiggestellt wurde, haben Ebbe und Flut ihren Einfluß verloren. In   der   Vergangenheit   nutzten   Schiffe,   die   aus   dem   Binnenland   kamen,   den   Sieldurchlaß,   um   von   hier   ins offene Meer zu gelangen. Von Greetsiel aus herrschte ein reger Betrieb zu den Inseln.