Nach   294   Kilometern   und   einer   fast   dreistündigen   Fahrt sind    wir    in    unserem    Urlaubsdomizil    in    Petersdorf    auf Fehmarn   angekommen.   Von   hier   aus   starteten   wir   unsere Rundfahrten,   die   uns   zu   zahlreichen   Sehenswürdigkeiten führten.    Fehmarn,    die    drittgrößte    Insel    Deutschlands, verfügt    über    eine    Fläche    von    185    Quadratkilometern, sodass alles bequem erreichbar ist. Die    Fehmarnsundbrücke,    von    den    Insulanern    auch    als größter   Kleiderbügel   der   Welt   bezeichnet,   verbindet   den 6.     Kontinent     mit     dem     Festland.     Diese     Stahl-     und Betonkonstruktion   ist   961,4   Meter   lang   und   21   Meter   breit, ein wahrer Koloss.
Links die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche mit einer ansehnlichen Höhe von 64 Metern ist auf See bis zu 20 Seemeilen sichtbar und wird von den Schiffskapitänen als Tagesmarke in Belt und Sund genutzt. Die Kirche und der anliegende Friedhof werden von 64 Linden umsäumt. Als ein Hauptwerk gotischer Schnitz- und Faßkunst gilt der Flügelaltar aus dem 14. Jahrhundert. Ältestes Stück ist die gotländische Kalksteinstufe. Besonders wertvoll ist der Altar-Stein aus dem 15. Jahrhundert.
Was die Wenigsten wissen: Jimi Hendrix gab am 5. Sept. 1970 sein letztes Konzert auf Fehmarn. In Erinnerung daran wurde vor dem Flügger Strand auf dem Festival-Acker ein Gedenkstein aufgestellt mit folgender Inschrift: „Jimi Hendrix, Fehmarn, Love & Peace Festival, 4. - 6. Sept. 1970“. Darauf ist ebenfalls seine Gitarre eingemeißelt.
Der rote achteckige Flügger Leuchtturm mit seinen weißen Bändern im Südwesten der Insel ragt stolze 37,5 Meter über dem Boden und bietet so einen fantastischen Ausblick.
Auf     dem     Burger     Marktplatz      findet     man     das 1900/1901   erbaute   Rathaus.   Über   seinem   Eingang befindet   sich   das   Stadtwappen,   das   holsteinische Nesselblatt und eine wasserumspülte Ringmauer.
Hier sieht man Heiligenhafen mit seiner 750 Jahre alten Stadtkirche. Ihr Treppengiebelturm und ihre Bauform können den dänischen Einfluss nicht verleugnen. 1992 wurde der Marktplatz neu gestaltet mit dem als Wohnhaus gebauten Rathaus von 1882 und weiteren Bürgerhäusern.
Das   kleine   Dorf   Puttgarden   im   Nordosten   Fehmarns   ist   nur wegen      der      sogenannten      Vogelfluglinie      bekannt.      Von Puttgarden    nach    Rødby    auf    der    dänischen    Insel    Lolland überqueren      die      Schiffe      den      Fehmarnbelt.      Weil      die Schiffsfahrt   nur   von   kurzer   Dauer   ist,   lohnt   sich   ein   Ausflug ins     benachbarte     Ausland.     Puttgarden     ist     keine     große Hafenstadt, sondern ein Dorf wie jedes andere auf Fehmarn.
Fehmarn
14. - 21. Juni 2008 - eigene Anreise